Die nachstehenden Positionen wurden aus der vorherigen Legislatur übernommen und konnten teilweise bereits umgesetzt werden. Die UWG-Fraktion wird im Februar 2026 in Klausur gehen und die sich daraus ergebenden aktuellen Positionen hier veröffentlichen.
Was ist unser Grundgedanke angesichts vieler Teilaspekte?
Die sogenannte Tagespolitik führt oft dazu, dass sich Verwaltung und Politik nur auf einzelne Aspekte und Projekte fokussieren, die gerade aktuell behandelt werden müssen. Das ist sicher oft auch notwendig und geboten, da auch die personellen Ressourcen sowohl auf Seiten der Verwaltung als auch auf Seiten der Politik begrenzt sind. Dennoch sind wir als UWG darum bemüht, Dinge weiter zu denken, die Verzahnungen miteinander aufzuzeigen und bei Lösungen zu ganzheitlichen Betrachtungen zu kommen.
Deshalb möchten wir als UWG eine Diskussion über eine umfassendere Sichtweise und grundsätzlichere planerische Entwicklung an den verschiedenen Standortenund über die verschiedensten Aspekte anregen.
Uns ist dabei bewusst, dass im Grunde genommen Alles mit Allem zusammenhängt, wenn man den Begriff „lebenswerte und gesundheitsorientierte Gemeinde“ mal im Detail betrachtet: Wohnen und Arbeit, Wohnraum, Wohnbau- und Gewerbegebiete, Kitas, Schulen, Kultur, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Wege, Straßen, Parks und öffentliche Räume, Gesundheit, Sauberkeit und Ordnung, Kommunikationsmöglichkeiten und schnelle Internetanbindung, Natur-, Umwelt- und Klimaschutz… Was fällt Ihnen noch ein?
Auch wenn wir unter unseren Positionen oft nur Teilaspekte beleuchten, Positionen beziehen oder Ideen einbringen, so haben wir dabei auch immer die Auswirkungen auf andere Bereiche im Blick. Wir machen das an geeigneten Stellen deutlich, ohne den Anspruch, auf diesen Seiten alles vollständig und umfassend darstellen zu können.
Und wir fordern Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, liebe Leserinnen und Leser dazu auf, mit uns in einen Dialog einzutreten, mitzudenken, mitzureden und gemeinsam Schalksmühle weiter zu entwickeln!
Ehrenamt
Der Begriff „Ehrenamt“ klingt auf den ersten Blick angesichts der Verbindung mit „Ehre“ überholt, aus einer anderen Zeit. Dabei ist „Wahrnehmung eines Ehrenamtes“ alles andere als „Altbacken“, im Gegenteil: ohne die „Ehrenämtler“ würde Vieles im sozialen Gefüge überhaupt nicht funktionieren! Aber was bedeutet eigentlich „Ehrenamt“?
Kurz gesagt: Ehrenamt ist die freiwillige Übernahme einer Aufgabe, die der Allgemeinheit dient, für die es bestenfalls eine eher geringe Aufwandsentschädigung statt eines Gehalts gibt. Wer ein Ehrenamt ausübt, tut dies aus Engagement für eine Sache, aus sozialer Verantwortung, aus dem Antrieb, etwas Konkretes für seine Mitmenschen zu tun. Beispiele (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Liste würde sonst zu lang!):
- die freiwilligen Feuerwehren in Schalksmühle an allen Standorten
- die Mitarbeit im Deutschen Roten Kreuz, bei den Johannitern, den Maltesern, dem ASB,…
- der Bürgerbus
- Gruppenleitungen und vielfach Trainer in Sportvereinen
- das kirchliche Engagement (Presbyterium, Pfarrgemeinderat)
- das Engagement in der Flüchtlingshilfe
- die Mitarbeit im Stadtmarketingverein
- die Arbeit im SGV (Sauerländischer Gebirgsverein)
- die Bücherei in Schalksmühle, der Büchertauschtisch im Rathaus
- die Schiedsmannfunktion bei Streitigkeiten in der Nachbarschaft
und nicht zuletzt:
- die Kommunalpolitik
Viele Mitglieder der UWG sind über ihren kommunalpolitischen Einsatz hinaus in weiteren ehrenamtlichen Funktionen „unterwegs“. Wer will, kann das bei unseren Kandidaten und Kandidatinnen nachlesen.
Ehrenamt fördern – aber wie?
Es gibt nach unserer Meinung mehrere Ansatzpunkte:
- Ehrenamtmöglichkeiten bekannt machen!
Wer sich ehrenamtlich in Schalksmühle engagieren möchte, sucht nach den Möglichkeiten und Ansprechpartnern und findet – wenig! Auf der Homepage der Gemeinde könnte eine „Ehrenamtbörse“ eingerichtet werden, auf der alle ehrenamtlich tätigen Vereine und Gruppen mit Ansprechpartnern und/oder Kontaktmöglichkeiten aufgelistet sind. Eine Verlinkung zu deren Internetdarstellungen könnte ebenfalls mit aufgenommen werden. - Ehrenamt öffentlich würdigen!
So wie es Tage für alles Mögliche gibt, könnte Schalksmühle einen „Tag des Ehrenamts“ ausrufen. An so einem Tag könnten sich die ehrenamtlich tätigen Gruppen und Vereine vorstellen (z.B. im 8Giebel). Für den Abend könnte die kommunale Gemeinde – ähnlich wie bereits die Kirchengemeinden – die ehrenamtlich tätigen zu einer kleinen Feier mit Umtrunk einladen und dabei besonderes Engagement Einzelner (ähnlich wie bei der Sportlern) ehren. - Die existierende Ehrenamtskarte attraktiver machen
Es gibt beeits eine Ehrenamtskarte – aber wer kennt sie noch? Was bringt sie ihrem Besitzer? Zusammen mit dem Stadtmarketingverein und interessierten und engagierten Vertretern der einheimischen Wirtschaft könnten Verwaltung und Politik Wege finden, die Ehrenamtkarte aufzuwerten und in dem Zuge auch wieder bekannter zu machen.
Ein Ehrenamt wahrzunehmen heißt oft auch: unkonventionelle, neue Wege zu gehen, kreativ zu sein, um eine Idee umzusetzen, Vorschriften auch einmal zu hinterfragen und auszulegen, Bedenken durch verantwortliches Handeln zu zerstreuen.
Ein Beispiel für ein solches kreatives, innovatives, die Bedenken zerstreuendes und der Gemeinschaft dienendes Verhalten war aus unserer Sicht die Aktion „Grünabfallentsorgung“, die die UWG auf Initiative ihres Fraktionsvorsitzenden Klaus Nelius und seiner Frau Maren im April 2020 zur Hochzeit des Lockdowns organisiert und zwei Mal durchgeführt hat. Viele Schalksmühlerinnen und Schalksmühler waren damals sehr froh, ihren im Frühjahr und während der „Zwangspause“ angefallenen Grünschnitt in jeglicher Form endlich mal entsorgen zu können. Grundlage der erfolgreichen Aktion war die Einführung einer Anfahrt- und Wartespur, so dass die Abstandsvorschriften bei der Anlieferung kontrolliert eingehalten werden konnten. Lange Warteschlagen auf der Straße zeugten von dem Bedarf. Ein großes Lob konnten die Akteure aber allen Ankommenden aussprechen, die sich geduldig einreihten und warteten, bis sie „dran“ waren.
Die UWG meint: Ehrenamt in der Form von „Engagement von Bürgern für Bürger“ bedeutet in der Praxis: nicht lange darüber reden und Forderungen aufstellen, sondern Ärmel hochkrempeln und MACHEN!
Klima und Umwelt
Folgende Themen sind immer noch aktuell:
- Windkraftanlagen
- Photovoltaik
- Wasserstoffnutzung
- Arbeitskreis Energie und Klimaschutz
- ökologische Landwirtschaft und Tierhaltung
Position der UWG zu Windkraftanlagen und Vorrangzonen
Eine intensive Nutzung der Windkraft ist erforderlich, wenn man Klimaziele und Reduktion des CO2-Ausstoßes erreichen will.
Nach Jahren kontroverser Diskussionen ist die Akzeptanz gegenüber Windkraftanlagen (WKA) deutlich gewachsen – auch wenn die Dimensionen heutiger WKA mit Höhen von bis zu 240m u.U. ein Landschaftsbild deutlich prägen , je nachdem, wie exponiert sie aufgestellt werden.
In dem jetzt verabschiedeten Regionalplan sind für Schalksmühle keine weiteren Vorrangzonen für Windkraftanlagen mit privilegierter Genehmigung ausgewiesen. Bestehende Anlagen (wie z.B. die in Albringwerde) dürfen gegen leistungstärkere getauscht werden (Stichwort: „Re-Powering“).
Als UWG würden wir es begrüßen, wenn neben der Kommune Bürgerinnen und Bürger direkter an den Gewinnen und Erträgen dieser Anlagen beteiligt würden.
Position der UWG zu Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen)Der Ausbau der Photovoltaik ist neben der Nutzung der Windkraft ein weiterer, wesentlicher Baustein bei der Energiewende.Die UWG sieht gerade auf dem Gemeindegebiet mit überwiegend privat genutzten Häusern ein großes Potential zur Nutzung der Sonnenenergie bei der Stromerzeugung. Aber auch Dachflächen von Wohnanlagen, die im Besitz von Gesellschaften oder Eigentümergemeinschaften sind, bieten genügend große Flächen für eine wirtschaftlich lukrative Nutzung. Die Preise für Module und Speichereinheiten sind in den letzten Jahren so gesunken, dass die Errichtung derartiger Anlagen gerade für private Eigentümer erschwinglich und rentabel geworden ist.
Durch den Klimawandel bedingt steigt die Anzahl der Tage, an denen die Temperaturen in gemeindlichen und öffentlichen Gebäuden wie Kitas, Schulen, Sporthallen, Verwaltungsgebäuden belastend hoch sind. Möglicherweise werden in der Zukunft mehr Klimaanlagen eingesetzt werden müssen, die natürlich mit Strom betrieben werden. Hier in weitsichtiger Vorsorge PV-Anlagen zu installieren, die diesen Strom dann kostengünstig liefern, ist uns als UWG ein wichtiges Anliegen. Jetzt richtig investieren und in naher Zukunft richtig sparen!
Es gibt aber auch Pläne und Ideen, die Photovoltaik in Freiflächen und Freiräumen zu nutzen. Unter derartigen Anlagen kann sich ein eigenes Biotop für Tiere und Pflanzen entwickeln. In verschiedenen Gegenden Deutschlands, auch in unserer Nähe, gibt es beeits derartige Anlagen, die als Betreibermodell den erzeugten Solarstrom wirtschaftlich vermarkten.
Die UWG sieht derartig Vorhaben im Gemeindegebiet von Schalksmühle skeptisch. Notwendige, landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen nicht entwertet, ihre Nutzung durch derartige Anlagen nicht unmöglich gemacht werden! Wenn für uns unser Landschafts- und Naturbild ein wesentlicher Bestandteil der künftigen „Marke Schalksmühle“ sein soll, sollte dieses Landschaftsbild durch ausgedehnte „Solarfelder“ gestört werden. Außerdem lesen wir zunehmend von Problemen der Stromversorger mit der Menge an eingespeistem Solarstrom. Das sollte zuerst einmal angegangen werden.
Die UWG meint: Es gibt noch so viele vorhandene Dachflächen, die mit Solarmodulen bestückt werden könnten. Belegen wir sie als Gesellschaft zuerst, bevor wir anfangen, unsere Landschaft in Anspruch zu nehmen!
Die Position der UWG zur Wasserstofftechnologie
Die UWG sieht zwar in der Wasserstofftechnologie nach wie vor die Technnologie der Zukunft. Wir haben aber zur Kenntnis nehmen müssen, dass die Entwicklung zu wirtschaftlich tragfähigen Lösungen vom technischen Fortschritt, der Wirtschaftlichkeit und der politischen Vorgaben auf Bundes- und Landesebene abhängt. Die Wirtschaftlichkeit hängt u.a. vom technologischen Fortschritt und den globalen Wirtschaftströmen und politischen Entwicklungen ab. Hier deutet alles darauf hin, dass die Wasserstofftechnologie auf absehbare Zeit eine Nischentechnologie bleiben wird. Gleichwohl werden wir uns dafür einsetzen, das Thema weiter zu verfolgen und die Diskussion darüber lebendig zu halten.
Die Position der UWG zu einer ökologisch ausgerichteten Landwirtschaft und Tierhaltung
Die UWG wird alle Bemühungen um eine ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft, die z.B. auf den Einsatz von Pestiziden weitestgehend verzichtet und vermehrt Hecken und Blühstreifen an Feldrändern anlegt, politisch und ggf. auch finanziell unterstützen. Wir befürworten in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich die direkte, wohnortnahe, regionale Vermarktung der hier in der Region erzeugten Produkte.
Wir treten auch ein für eine am Tierwohl orientierte Tierhaltung. Die Massentierhaltungen und die damit verbundenen Probleme, wie z.B. intensiver, vorsorglicher Einsatz von Antibiotika, lehnen wir ab. Wir fordern eine entsprechende bundeseinheitliche Gesetzgebung mit Regelungen und Unterstützungen, die es derartigen Betrieben ermöglicht, auf eine artgerechte Tierhaltung umzustellen.
Auf lokaler Ebene sind wir als Ratsvertreter, aber auch Vertreter von Verbänden und Umweltorganisationen gefordert, im Gespräch mit den Betroffenen auf eine positive Entwicklung und Veränderung hinzuwirken und unsere Unterstützung anzubieten.
Kindertagesstätten (Kitas)
Nicht erst seit der Corona-Krise ist das Thema „Betreuung von Kindern“ im Fokus der allgemeinen und politischen Diskussion. Der Wandel in Gesellschaft und Familie hat den Bedarf an frühkindlicher Betreuung (U3), Kleinkindbetreuung (3-6) und Betreuung nach der Schule (offener und gebundener Ganztag, OGS bzw. „Kids-Club bis13 Uhr“) stetig wachsen lassen.
Erfreulicherweise stehen (Stand Nov. 2024) in Schalksmühle in Schalkmühle in den 6 Einrichtugnen 391 Plätze zur Verfügung, davon 82 für eine U3-Betreuung. Damit liegt die Versorgungsquote für die Betreuung der U3-Kinder liegt in Schalksmühle insgesamt bei rd. 51,3 % . Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Märkischen Kreises liegt die Versorgungsquote der U3-Kinder bei 40,2 %. Schalksmühle steht also im Vergleich sehr gut da!
Leider verzeichnen wir bei den Geburten zuletzt einen deutlichen Rückgang, was langfristig die Einwohnerzahl weiter schrumpfen lassen wird. Für die Familien dagegen positiv: Das Angebot an Betreuungsplätzen wird die Nachfrage wohl besser als in der Vergangenheit decken können!
Die Fakten:
| Jahr | 17/18 | 18/19 | 19/20 | 20/21 | 21/22 | 22/23 |
| Geburten | 118 | 100 | 99 | 101 | 81 (!) | 72 (!!) |
Auch wenn uns noch keine konkreten Zahlen vorliegen: die amtlichen Statistiken zeigen bundesweit für 2024 einen Rückgang der Geburten um 2,3%. Für das Jahr 2025 wurden bisher bundesweit 8,1% weniger Kinder geboren als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (Quelle: statistisches Bundesamt). Schalksmühle wird demnach auch mit hoher Wahrscheinlichkeit bestenfalls auf dem niedrigen Niveau verharren, möglicherweise aber auch mit einem weiteren Rückgang konfrontiert sein. Die Konsequenzen und Schlussfolgerungen für unsere Kitas und Schulen werden wir in der Politik und mit den Bürgerinnen und Bürgern ausführlich diskutieren müssen.
Letztlich darf man den Faktor Erzieher/Erzieherinnen nicht unberücksichtigt lassen. Es ist jetzt schon schwierig und wird nicht leichter werden, qualifiziertes Personal zu gewinnen bzw. vor Ort zu halten. Personalausfälle in einzelnen Kitas und deren Auswirkungen für Eltern und Erziehende wurden im Frühjahr dieses Jahres bei einer Ausschusssitzung von Elternvertretern eindringlich geschildert. Diese Problematik wird uns in der Zukunft noch reichlich beschäftigen.
Was ist in der letzten Wahlperiode geschehen?
In der Kita in Dahlerbrück, „Villa Kunterbunt“, waren ursprünglich nur 32 Plätze vorgesehen. Für eine Übergangszeit war eine Überbelegung von weiteren 13 Kindern genehmigt. Dies hatte erhebliche Einschränkungen im Betrieb zur Folge. Die umfassende Renovierung und bauliche Erweiterung hat dazu geführt, dass jetzt 45 Kinder in einer modernen, zeitgemäßen Einrichtung betreut werden. Dafür haben sich die UWG-Vertreter in den Beratungen intensiv eingesetzt und ihr Fachwissen eingebracht.
Direkt unterhalb des Schulzentrum am Loh (Primusschule) ist eine neue dreizügige Kita entstanden, in der bis zu 55 Kinder betreut werden können. Sowohl die Kita am Mathagen als auch diese Kita werden unter der Leitung des DRK betrieben. Das hat u.a. auch wegen der räumlichen Nähe große Vorteile, wenn z.B. personelle Engpässe durch interne Abordnungen aufgefangen werden können. Besonders hervorzuheben: Die gesamte Kita ist in ökologischer Holzbauweise errichtet, verfügt bereits über eine PV-Anlage und hat außerdem eine Dachbegrünung!
Wir als UWG finden: das ist vorbildlich und sollte beispielhaft sein für alle Neubauten unter gemeindlicher Federführung!
Auch durch die unermüdliche Initiative von UWGlern wie Enid Lal, Christiane Görner, Irmtraud Quentzel und anderen wurde der Ausbau der Kindertagesstätte am Wnasbeckplatz beraten, beschlossen und umgesetzt. Zum Herbst 2025 sollen die neuen Räumlichkeiten übergeben und genutzt werden.
Wie schon bei der Kita am Löh wurde auch hier auf einen möglichst hohen Standard an ökologischer Bauweise Wert gelegt.Wir werden als Gemeinde auf jeden Fall auch Zukunft kreative Wege finden müssen, um das Angebot an den Bearf anzupassen. Die UWG kann, wird und will sich aktiv an diesem Prozess mit allen Kräften, mit Ideen und Tatkraft beteiligen.
Schulen
Der Anstieg bei der Zahl der Kinder in der Gemeinde wird sich auch auf die Schulen vor Ort auswirken.
Die Fakten:
- Während die Primusschule praktisch ein Neubau ist, kämpft die Grundschule Spormecke mit den räumlichen Beschränkungen eines teilweise unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes.
- Während die Primusschule als Schulversuch in der Aufnahme von Schülerinnen und Schülern auf 60 pro Schuljahr begrenzt ist, ist die GS Spormecke durch die Anzahl und Größe von Klassenräumen begrenzt. Auch bei einem durchgängig 2-zügigen Betrieb können nur 60 Kinder pro Jahrgang beschult werden.
- Während der gebundene Ganztag (GG) im pädagogischen Konzept und schulischen Alltag der Primusschule integiert ist und durch einen offenen Ganztag (OGS) ergänzt wird, existieren an der GS Spormecke zwei zeitlich und räumlich getrennte Betreuungsformen: die „8-13 Uhr“-Betreuung und der offene Ganztag mit unterschiedlichen Trägern, unterschiedlichen Finanzierungsmodellen und unterschiedlichem Personal.
- Während die räumliche Situation an der Primusschule durch den Neubau mit Blick auf die Betreuung nach dem Unterricht sehr entspannt ist, können an der GS Spormecke im Moment nur max. 60 OGS-Plätze dafür angeboten werden. (Die 8-13 Uhr – Betgreuung deckt ja nur den Vormittagsbereich ab, wenn der reguläre Unterricht bereits früher endet!). Auch nach dem Ausbau des Dachbodens zu einem weiteren Klassenraum werden max. 75 OGS-Plätze zur Verfügung stehen.
- Während das jahrgangsübergreifende pädagogische Konzept der Primusschule als Schulversuch sich in der Erprobung und Bewährung befindet und noch ministeriell auf Dauer genehmigt werden muss, agiert die GS Spormecke pädagogisch unter den Vorgaben einer staatlichen Regelschule.
Unsere Positionen als UWG:
1. Primusschule Schalksmühle
Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass das pädagogische Konzept der Primusschule erhalten bleibt!
Es soll als Option für Schalksmühle dauerhaft genehmigt werden!
Die Primusschule ist nicht nur wegen ihres innovativen Neubaus ein Leuchtturmprojekt in und für Schalksmühle, sie ist es auch oder gerade wegen ihres anderen, reformpädagogisch orientierten pädagogischen Konzepts. Wir haben lange dafür gekämpft, ein derartiges Schulprojekt hier in Schalksmühle zu etablieren. Unser Fraktionsvorsitzender Klaus Nelius hat aktiv an der Erarbeitung des päd. Konzeptes mitgewirkt. Wir erwarten nicht, dass diese Schulform in den Kanon der allgemeinen Schulformen aufgenommen wird, dazu ist der materielle und personelle Aufwand beim Aufbau für viele Kommunen nicht zu stemmen.
Es sieht so aus, dass die Landesregierung die Anstrengungen und die besondere Situation einer Kommune wie Schalksmühle anerkennt und uns die Durchführung des besonderen und dabei erfolgreichen Konzepts auf Dauer genehmigt.
Es liegt an uns als Schulträger, die Ausstattung mit pädagogischem Material regelmäßig an Erfordernisse anzupassen. So begrüßen wir es ausdrücklich, dass an einer Vereinheitlichung der im Unterricht und der Verwaltung eingesetzten Tablets und Rechner sowie der darauf installierten und zu wartenden Software gearbeitet wird. Ein entsprechendes Rahmenkonzept wurde dazu vom Rat 2024 verabschiedet.
2. Grundschule Spormecke
Der Raumbedarf einer modernen Grundschule ist in einem denkmalgeschützten Gebäude trotz eines Anbaus nicht in Gänze erfüllbar. Oft müsen wir improvisieren, indem wir z.B. einen zusätzlichen Container für eine Klasse für einen bestimmten Zeitraum aufstellen, weil im Schulgebäude kein weiterer Klassenraum mehr zur Vefügung stand. Die wachsenden Anforderungen an die Begreuung der Kinder im Rahmen der OGS wollen wir in Übereinstimmung mit der Verwaltung und den anderen Fraktionen durch Umbau und Umnutzung des benachbarten Feuerwehrgerätehauses begegnen. Die durch den Umzug dann wieder frei werdenen Räume im Schulgebäude stehen dann wieder der Schule für ihre ureigensten Aufgaben zur Verfügung. Allerdings wird der Umbau und Umzug erst NACH dem Neubau der Feuerwehr-Wache erfolgen können, so dass sich Lehrerschaft und OGS-Kräfte noch in Geduld fassen müssen.
Kultur
In den letzten 4 Jahren hat sich in kultureller Hinsicht sehr viel in Schalksmühle getan. Der Kulturort „8Giebel“ ist inwischen ein lebendiger und schon vielseitig genutzer Raum. Viel ehrenamtlicher Einsatz (von der UWG waren und sind maßgeblich Bernd Müller (+), Irmtraud Quentzel, Karin Brauckmann sowie Enid und Uwe Lal daran beteiligt) hat diese ermöglicht. Jetzt gilt es, die nächsten Aus-und Umbauschritte zu gehen: Der Umbau und die Erweiterung des Foyers, der Abriss von nicht mehr nutzbarem Bestand und die Integration der Musikschule durch einen architektonisch ansprechenden Neubau. Das wird wegen geänderter Förderbedingungen leider nicht mehr in diesem Jahr angegangen werden, aber es wird ab 2027 losgehen können. Wir stehen als UWG unbedingt hinter diesem „Herzensprojekt“ für Schalksmühle und werden es auch weiterhin politisch und mit unserer „Man-Power“ unterstützen und voran bringen!
Ewas zur Historie: Schon früh, als die ersten Überlegungen in der ev. Kirchengemeinde Schalksmühle-Dahlerbrück publik wurden, Kirchen und Nebengebäude aufzugeben und das Gemeindeleben an der Erlöserkiche im Herzen des Ortes zu konzentrieren, haben Vertreter der UWG dem Bürgermeister vorgeschlagen, den Komplex Kreuzkirche am Mathagen für eine Bündelung der kulturellen Veranstaltungen in den Blick zu nehmen. Damit sollte auch das PZ Löh dauerhaft der Schule allein zur Verfügung stehen. Mit dem Förderprogramm „3. Orte“, um das sich die Gemeinde bewirbt, sah die Verwaltung die Chance, ein solches Projekt mit Fördermitteln umsetzen zu können. Die Schaffung eines solchen Kultur- und Begegnungszentrums ist seit vielen Jahren ein Anliegen der UWG. Unsere Vorschläge, es z.B. im Ortskern im ehemaligen Postgebäude zu schaffen, scheiterten je nach Standpunkt entweder an den räumlichen Bedingungen, dem Willen damaliger Verwaltungen oder den hochgerechneten Kosten in Zeiten knapper Finanzen.
Was genau ist dort geplant?
Die erste Planung ist noch nachstehend zu sehen. Inzwischen gibt es neuere, überarbeitete Pläne, die bereits im Ausschuss vorgestellt wurden. Sobald es uns erlaubt ist, werden wir die aktuellen Pläne hier veröffentlichen. Sie betreffen die detaillierte Raumaufteilung und Gestaltung. Ein wichtiges Problem wurde bei der Vorstellung mehrfach angesprochen: die Parkplatzfrage bei größeren Veranstaltungen. Hier will die Gemeinde ein Konzept erstellen, wie künftig ein behinderndes Parken in den umliegenden engen Straßen vermieden werden soll. Unser Vorschlag: wie wäre es, bewährte Konzepte aus anderen Orten zu übernehmen und z.B. bei Veranstaltungen mit vielen Besuchern einen Shuttle-Dienst von der Ortsmitte zu 8Giebel enzurichten? Da könnten sowohl Parkplätze auf den Schnurrenplatz als auch in der Tiefgarage unter dem Rathaus genutzt werden!
In einer 1. Phase soll
- das Kirchenschiff für Kultur- und Konzertveranstaltungen genutzt werden. Dazu sind Umbauten wie die Schaffung von Bühne und Bühnennebenräumen, die Installation von Licht und Bühnentechnik und die Umgestaltung des Kirchenraumes und der Empore für Zuschauer/Zuhörer erforderlich.
- das Gemeindezentrum von der VHS für Kursangebote und von anderen Gruppen für deren Aktivitäten und Veranstaltungen genutzt werden. Dazu sind eine Reihe von Renovierungs- und Umbauarbeiten u.a. im Foyer und dem Gemeindezentrum erforderlich.
- die Räume des Anbaus werden zunächst als Lagerräume genutzt.
- das bisherige Wohngebäude noch unverändert bleiben.
Erst in einer zweiten, umfangreicheren Bauphase, die mit Mitteln aus dem Städtebauförderprogramm unterstützt werden soll, würde
- der Anbau und das Pfarrhaus einem zweigeschossigen Neubau weichen.
- Räume für die Musikschule entstehen.
- das Herzstück entstehen, der „Ort für Begegnung“! In zentraler Gebäudelage soll dieser Bereich verschiedenste Funktionen erfüllen, wie z.B.
– Treffpunkt, feste Anlaufstelle für Begegnung
– Gastronomisches Angebot
– Leseecke, Leseraum
– Internet-Café
– Wartebereich
– Ausstellungsraum (Bilder, Wechselausstellungen)
– Besondere Veranstaltungsfläche für Veranstaltungen mit ca. 40 Besuchern, z.B. kleine Schülervorspiele, Lesungen … - die Parkfläche für Besucher angelegt werden (s. Abb. 2).
Die obigen Bilder veranschaulichen die verschiedenen Phasen. Sie sind der Anlage zu der öffentlich diskutierten Vorlage entnommen. Die genaue und umfangreiche Darstellung der bisherigen Überlegungen zu den 3. Orten kann mit dem folgenden Link heruntergeladen werden. 3. Orte Mathagen Konzept Juli 2020
Sport
Wir haben als UWG die örtlichen Vereine teils aktiv als Mitglieder immer politisch unterstützt, indem wir uns stets dafür eingesetzt haben, dass die finanziellen Mittel für die Förderung des Breitensports erhalten bleiben, nicht gekürzt werden, sondern dort, wo es zwingend geboten war, notfalls auch punktuell erhöht wurden.
Die Fakten:
Wir haben in der Gemeinde zwei Sporthallen, die im Eigentum des TUS Stöcken Dahlerbrück bzw. des Schalksmühler TV sind: die Willi-Koch-Turnalle und die Jahnturnhalle. Darüber hinaus wird die gemeindliche Sporthalle Löh sowohl von der benachbarten Primusschule als auch vom heimischen Handballverein „SGSH Dragons“ genutzt, die Sporthalle an der Spormecke vom TUS Linscheid-Heedfeld. Die Turnhalle an der ehem. Schule Klagebach kann praktisch nicht mehr genutzt werden. Für die Fußballer hat die Gemeinde vor wenigen Jahren die Sportstätte Kuhlenhagen zu einem Fußballplatz mit Kunstrasen umgestaltet und aufgerüstet. Der ehemalige Jahnsportplatz an der Bergstraße wurde dafür aufgegeben und ist zur Zeit noch mit Unterkünften für Flüchtlinge (z.B. aus der Ukraine) belegt. Während die vereinseigenen Hallen von den Vereinen baulich unterhalten werden, standen an der Sporthalle Löh umfangreiche Renovierungs- und Sanierungsarbeiten an. Diese wurden gerade im Bereich der Umkleiden und sanitäteren Anlagen bereits abgeschlossen. Die Aufwertung des Aufenthaltsbereichs für die Besucher der Handballspiele wurde zeitlich verschoben. Es ist absehbar, dass wir wegen der geänderten Finanzlage darauf sogar ganz verzichten müssen. Der Gemeinderat hat auf Antrag der UWG zumindest den Grundsatzbeschluss gefasst, dass eine neue Multifunktionshalle errichtet werden soll, die auch an Anforderungen eine Handballspielbetriebs auf dem Niveau der 3. Liga gerech wird. Wann und wo eine solche Halle errichtet wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt keiner ernsthaft sagen. Dazu ist welt- und bundespolitisch zu viel im Fluss, was sich auf Fördertöpfe und -zusagen auswirken kann.
Positionen und Vorschläge der UWG
Der Sportstättenbedarfsplan gibt den Rahmen vor. Politik und Verwaltung müssen mit den Vereinen und dem Gemeindesportverband die langfristig notwendigen Sportstätten abstimmen. Dabei steht für die UWG allerdings fest:
Die bisherigen Arbeiten an der Sporthalle Löh sind absolut notwendig gewesen. Aber weitere Arbeiten sollten wir auf das unbedingt notwendige Maß beschränken!
Darüber hinaus möchten wir die folgenden Überlegungen als Anregung zu einer breiten, öffentlichen Diskussion verstehen:
- Die Millioneninvestition eine neue Multifunktionsalle ist noch Zukunftsmusik. Deshalb schlagen wir vor, eher kurzfristig über den Bau einer kleineren Halle für Training und Breitensport nachzudenken. Diese sollte möglichst im Umfeld der Sporthalle am Löh entstehen, z.B. im hinteren Bereich des Jahnplatzes, über dessen lanfristige Nutzzung ja sowieso noch entschieden werden muss.
- Diese neue Halle könnte als multifunktionale Freilufthalle ausgelegt werden.
Die Vorteile einer solchen Halle:
- Die Kosten für die Herstellung betragen nur einen Bruchteil einer konventionell errichteten Multifunktionshalle
- Eine solche Halle könnte man tatsächlich ganzjährig nutzen: Im Sommer hätten wir eine überdachte Frischlufthalle ohne energieaufwändige Klimaanlage, im Winter schützen Seitenwände vor Kälte, Regen, Wind und Schnee.
- Es könnte mit geringem Aufwand eine Halle mit bis zu 3 Feldern angelegt werden, so dass eine parallele Nutzung möglich wäre.
- Hand-, Fuß-, Basket-, Volleyballer – um nur Beispiele zu nennen – und auch andere Gruppen könnten dann die Halle vor allem ganzjährig nutzen. Außerdem könnten auch Trendsportarten wie Bike-Polo oder Bogenschießen, Formen von Yoga im Freien, evtl. auch Klettern und Bouldern (bei zusätzlicher Investition) oder andere gewünschte Formen von Sport dort ausgeübt werden. Wir laden unsere Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, mitzudenken und uns ihre Anregungen und Vorstellungen dazu mitzuteilen.
- Mit geringem Aufwand kann die Halle auch zur Freiluft-Eventhalle (mit oder ohne Seitenwänden) umfunktioniert werden.
- Neben der Primusschule könnten auch die nahe gelegenen KiTas z.B. einen pädagogischen Schwerpunkt auf Bewegung und Sport legen, wo Kinder z.B. neben Laufen und Toben in der Halle auch balancieren, Klettern, Roller- und Fahrradfahren u.ä. lernen und üben können. Die Nähe zum Wald legt einen weiteren Schwerpunkt auf naturnahe Erziehung und Schulung einer ökologischen Grundhaltung und Wertschätzung nahe.
Natürlich steckt der „Teufel im Detail“, es wären manche Untersuchungen, Überlegungen, Abstimmungen und möglicherweise auch eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Aber derartige Hürden dürfen nicht grundsätzlich abschrecken, vielleicht einmal mutig und visionär in die Zukunft und die Entwicklungsmöglichkeiten von Schalksmühle zu schauen. Was ist Ihre Meinung dazu? Teilen Sie sie uns über unser Kontaktformular auf der Startseite oder direkt als Email an info@uwg-schalksmuehle.de mit. Wir freuen uns auf Ihre konstruktiven Beiträge!
Verkehr
Die Gemeinde hat ein neues Verkehrsentwicklungskonzept in Auftrag gegeben. In dem sollen Fachleute auf der Basis von heute beschreiben, in welche Richtungen sich der Verkehr in Schalksmühle entwickeln sollte und welche Schritte Politik und Verwaltung dazu unternehmen könnten oder sollten (Handlungsempfehlungen).
Aber auch ohne ein solches Konzept kann man sich schon einmal seine eigenen Gedanken machen und Vorstellungen entwickeln.
- Individualverkehr
In unserem „ländlichen Raum“ wird ein ÖPNV bei allen Bemühungen nicht in der Lage sein, halbwegs kostendeckend alle Ortsteile oder Ortschaften „zu bedienen“. Auch der Bürgerbus kann hier die Lücken nur zum Teil füllen. Das bedeutet: wir werden auch zukünftig mit einem erheblichen Anteil an Individualverkehr rechnen müssen. Hier sollte im Sinne einer „klimafreundlichen Gemeinde“, wie sie die UWG angeregt hat, das Ladenetz für E-Mobile ausgebaut werden, um den Umstieg vom Verbrennungsmotor auf alternative Antriebe zu erleichtern. Unsere Einflussmöglichkeit sehen wir hier in einem erweiterten Angebot bei öffentlichen Gebäuden (Rathaus, Sporthallen, Schule etc.) und über unsere Beteiligung an den Wohnungsbaugesellschaften, die hier in Schalksmühle Wohnkomplexe unterhalten. Gespräche können wir auch mit den heimischen Firmen führen, ob sie für ihre MitarbeiterInnen derartige Stationen einrichten. Langfristig setzen wir als UWG auf die Wasserstofftechnologie. - Verkehrsströme lenken – Gefährdungen reduzieren
Lenkung des LKW-Verkehrs
- Wir haben in der Vergangenheit lernen müssen, wie langwierig und mühsam es ist, mit übergeordneten Behörden zu verhandeln und zu konstruktiven (in unserem Sinne) Ergebnissen zu kommen. Ob es nun die Reduzierung des LKW-Verkehrs auf der Klagebachstraße ist oder eine Beschilderung im Sinne von „No Trucks“ in Richtung Stallhaus/Flaßkamp – viele wichtige Straßen unterliegen der Kontrolle und dem Einfluss des Kreises oder des Landesbetriebs Straßen NRW. Hier werden wir weiterhin hartnäckig „am Ball“ bleiben, auch wenn die Aussichten auf kurzfristige Verbesserungen gering sind.
Kreisverkehre
Einen wichtigen Beitrag zur Verkehrslenkung bei gleichzeitiger Reduzierung von Gefährdungspotentialen leisten Kreisverkehre. An der Einmündung der Sterbecker Straße in die Heedfelder Straße haben wir ihn beantragt, nachdem sich in einer sehr gut besuchten Bürgerbeteiligung die Versammlung nach eingehender Diskussion einstimmig für dieses Projekt ausgesprochen hat. Es wurde leider in der Prioritätenliste von Straßen NRW nur auf die 8. Stelle gesetzt. Nach Abschluss der Straßenbaumaßnahme am Zubringer zur Autobahnanschlussstelle Lüdenscheid-Nord und den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen auf der Heedfelder Straße in Richtung Rummenohl erwarten wir, dass jetzt auch der Kreisel in Heedfeld in den Fokus rückt, zumal abzusehen ist, dass im Zuge der Brückenbaumaßnahmen die Umleitungsstrecke über Heedfeld nach Hagen wieder öfter benötigt werden wird.Wer sich noch einmal die Präsentation dazu in Erinnerung rufen möchte, kann sie sich HIER als PDF oder durch Klicken auf das oberste Bild links als PowerPoint-Präsentation herunterladen.
Einen weiteren Kreisverkehr könnten wir uns auch an der Einmündung der Hälverstraße in die Volmestraße vorstellen, denn es zeigt sich immer wieder: dort, wo Kreisverkehre eine Regelung mit Ampeln ersetzen, fließt der Verkehr flüssiger, was letztlich durch weniger Standzeiten auch der Umwelt zugute kommt. In unserem Wahlflyer fragen wir die Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Meinung dazu. Sie können sich als Leser dieser Seite auch gerne an der Diskussion beteiligen. Auf unserer Startseite finden Sie unser Kontaktformular.
Bauliche Maßnahmen
Die Geschwindigkeit von Fahrzeugen ist oft den Sicht- und Wohnverhältnissen nicht angepasst, sie sind öfter zu schnell unterwegs. Die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, vor allem Fußgänger, aber auch Radfahrer, wird von den Fahrern dabei unterschätzt oder ausgeblendet. Bauliche Maßnahmen wie Schwellen oder Verschränkungen, „Nasen“ in die Fahrbahn, werden gerne als Mittel der Wahl eingefordert, weil Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei nicht oder zu selten durchgeführt werden. Bauliche Maßnahmen sind allerdings auch teuer sowohl in der Herstellung als auch in der Unterhaltung, sie müssen immer wieder ausgebessert, repariert werden. Sie sind darüber hinaus oftmals in der Bürgerschaft umstritten.
Als weiteres, konstengünstiges und effektives Mittel zur Geschwindigkeitsreduzierung haben sich elektronische Hinweistafeln herausgestellt, die mit unterschiedlichen Smileys den Autofahrer darauf hinweisen, dass er zu schnell oder korrekt unterwegs ist. Derartige Tafeln sind auf Anregung der UWG seit 2 Jahren abwechselnd in Winkeln, Everinghausen und Rölvede im Einsatz und haben sich dort bisher sehr gut bewährt.
Wir finden deshalb:
- Bauliche Maßnahmen sollten vor allem in den Bereichen eingesetzt werden, in denen ein besonderes Gefährdungspotential vorliegt, also vor Kitas, Schulen, Altenwohnheimen. Sie sind sonst nur einzusetzen, wenn andere Maßnahmen keinen Erfolg gezeigt haben.
- Der Einsatz der mobilen Geschwindigkeitsanzeigetafeln hat sich bewährt und sollte verstärkt in weiteren Wohnbereichen der Gemeinde durchgeführt werden. Ein Konzept für den Einsatz sollte für die gesamte Gemeinde erarbeitet und die noch notwendigen Geräte angeschafft werden.
- Eine weiter Maßnahme zur Geschwindigkeitsreduzierung ist ein sinnvolles Parkraummanagement in Wohngebieten. Dadurch, dass Bereiche zum Parken explizit ausgewiesen werden, kann der vorhandene Parkraum optimal genutzt werden, wird „wildes“ Parken unterbunden, die Durchfahrung von Bussen klar geregelt und die gefahrene Geschwindigkeit definitiv reduziert.
Radverkehr
Nicht erst seit der Corona-Pandemie, aber seitdem verstärkt, rückt das Fahrrad als Individualtranportmittel oder Freizeitgerät mehr und mehr in den Blickpunkt. Das wird verstärkt durch den Trend zu E-Bikes, die auch zunehmend von jüngeren Menschen als sinnvolle Bewegungsmittel wahrgenommen werden.
Aber das Radfahren an oder auf Straßen ist gefährlich. In unserer Region gibt es kaum ausgebaute oder markierte Radwege. Das muss sich in Zukunft ändern!
Leider kommt der Volmetalradweg, das Herzstück des Projektes „Regionale 2013“, nicht voran. Zwar ist auf Schalksmühler Gebiet alles klar, aber in anderen Kommunen gibt es noch erhebliche Probleme mit der Deutschen Bahn und einigen Privatleuten. Wir haben darauf keinen direkten Einfluss und können nur hoffen, dass es hier in absehbarer Zeit zu einer Einigung kommt und der Radweg dann endlich von Schalksmühle bis Meinerzhagen realisiert wird.
Aber das darf uns nicht davon abhalten, für Schalksmühle bereits jetzt über ein Radwegekonzept nachzudenken und Ideen einzubringen.
Wir möchten anregen
Mit ambitionierten Sportlerinnen und Sportlern könnten auch Überlegungen über spezielle Mountainbike-Strecken angestrengt werden. Unsere Topographie mit ihren steilen Anstiegen gäbe ansprechende Strecken bestimmt her. Vielleicht ergäben sich daraus sogar besondere Mountenbike-Events… (Zukunftsmusik…).
Mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern Anregungen zu sammeln und mit dem Straßenverkehrsamt abzuklären, entlang welcher Straßen Radwege möglich sind, wo man weitere kombinierte Rad-Fußwege (s. Ramsloh) anlegen kann und wo man Vorrangzonen für Radfahrer durch entsprechende Markierungen wie auf den Beispielbildern einrichten kann.
Die Wege durch unsere heimischen Wälder sind durch die schweren Fahrzeuge und Holzverarbeitungsmaschinen arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Es sollte nach Abschluss der Arbeiten zusammen mit der Wald- und Forstgemeinschaft über ein gut ausgeschildertes und gut zu befahrendes Radwegenetz in unseren Wäldern und Lichtungen beraten werden, das Familien und Freizeitradler nutzen können und gerne nutzen wollen. Das wäre nebenbei auch ein guter Beitrag zur touristischen Aufwertung unserer Region.
Wohnen und Einkaufen
1. Wohnraum
Die Nachfrage nach Wohnraum ist groß, ganz gleich, ob es sich um Ein- oder Mehrfamilienhäuser, Wohnbauflächen, Eigentumswohnungen, betreutes Wohnen oder Mietwohnungen handelt. Das Angebot ist deutlich kleiner als die Nachfrage, was sich nicht zuletzt in den Preisen widerspiegelt.
Auf dem Gebiet des betreuten Wohnens tut sich gerade Einiges. Auf dem Gelände der ehemaligen Realschule entsteht bereits ein Gebäude für die Zielgruppe. Auch für das Gebäude an der Bergstraße liegen Pläne und Genehmigungen eines privaten Investors vor. Auch dort ist in absehbarer Zeit mit Bautätigkeit zu rechnen, so dass für den wachsenden Bedarf ein angemessenes Angebot vorhanden sein wird.
Für das neue Wohngebiet Stallhaus war die Nachfrage zunächst deutlich größer als das Angebot. Einige Kaufwillige haben zwar ihr Interesse zurückgezogen, nachdem sie nicht ihr Wunschgrundstück erhalten haben, aber die wenigen Flächen werden auch bald schon vermarktet sein. Häuser, die aus diversen Gründen aufgegeben und verkauft werden sollen, gelangen oft gar nicht auf den Markt, sondern finden ihre Käufer allein schon durch Mundpropaganda. Was sicher fehlt, ist bezahlbarer Mietwohnraum. Die Politik vor Ort kann hier zwar Rahmenbedingungen setzen, aber nicht als Investor direkt in den Markt eingreifen.
Die UWG schlägt zumindest folgende Schritte vor, um auf den Bedarf an Wohnraum politisch zu reagieren:
- Der neue Rat soll schnellstmöglich ein neues Wohnbaugebiet für Ein- oder Zweifamilienhäuser beschließen. Die Fraktionen haben dem Bürgermeister ihre Präferenzen signalisiert, der daraufhin auch erste Gespräche mit Eigentümern von Flächen führt. Um diese Gespräche, bei denen es natürlich auch um Preise gehen wird, nicht zu erschweren, werden wir hier (noch) keine Aussage zu möglichen Flächen treffen. Dem aktualisierten Flächennutzungsplan der Gemeinde kann der interessierte Bürger die möglichen Wohnbauflächen entnehmen.
- Ebenso schnell sollte der neue Rat über die weitere Zukunft und Entwicklung am Jahnsportplatz beraten und entscheiden. Wir haben für dessen Fläche (s.Sport)einen Vorschlag für eine mögliche Nutzung vorgestellt, bei der auch eine Ausweisung von Flächen für Wohnbebauung möglich wäre.
- Mit der Wohnungsbaugesellschaft Halver-Schalksmühle sollten Gespräche geführt werden, ob und wo sie bereit und interessiert wäre, in Schalksmühle in Mehrfamilienhäuser mit anmietbaren Wohnungen zu investieren, um den Bedarf nach bezahlbarem Wohnraum zu decken.
- Auch für die Flächen am Ziegenberg, ehemals Grundschule Klagebach nebst Halle, können wir uns in der Zukunft mit Hilfe eines Investors die Errichtung eines Komplexes mit Eignetumswohnungen durchaus vorstellen, wenn der bestehende Nutzungsvertrag ausläuft und nicht weiter verlängert werden sollte.
2. Einkaufen
Schalksmühle verfügt mit einem ALDI-, einem Edeka-, einem Netto- und einem Rewe-Markt im Orstkern (einschließlich Dahlerbrück) und einem ALDI in Heedfeld über ein breites Angebot an Discountern und Vollsortimentern. Diese decken eine breite Palette an Dingen des täglichen Bedarfs ab. Von manchen Bürgerinnen und Bürgern wird ein größerer Drogeriemarkt (z.B. Rossman, dm, …) vermisst. Allerdings findet sich in Ortskernnähe keine Fläche, die den Ansprüchen derartiger Ketten an die Mindestverkaufsfläche genügt. So bleibt leider zurzeit nur die unbefriedigende Lösung, im Falle besonderer Artikel, die nicht vor Ort zu bekommen sind, einen der Drogeriemärkte in Breckerfeld, Halver oder Lüdenscheid aufzusuchen.
Die UWG meint: Sollten in Zukunft nennenwerte Flächen frei werden, so sollte zumindest die Option, dort einen Drogeriemarkt anzusiedeln, intensiv untersucht und diskutiert werden.
Der ALDI-Markt in Heedfeld soll demnächst am vorhandenen Standort erweitert werden. An eine Aufgabe dieses Standortes war nicht gedacht worden. Leider hat hier eine Ratsfraktion durch Spekulationen und Mutmaßungen in eine solche Richtung für erhebliche Verunsicherung in der Bevölkerung gesorgt, was wir als UWG ausdrücklich bedauern.
Wir haben uns als UWG ohne Wenn und Aber für den Erhalt von ALDI am Standorte eingesetzt und stets erklärt, alle baurechtlich zulässigen Maßnahmen zu unterstützen, die eine zeitgemäße Anpassung des Marktes an die neue Strategie des Unternehmens zum Ziel haben.
3. Leerstand
Dieses Problem haben wir mit nahezu allen Städten und Gemeinden gemeinsam. Gemeinsam ist auch vielen der leer stehenden Ladenlokale, dass sie einfach für die heutigen Anforderungen zu kleine Verkaufsflächen haben und mit den großen – und zugegeben meist attraktiven – „Einkaufsmeilen“ einfach nicht konkurrieren können. Der Wandel hin zum Online-Handel tut dann sein Übriges. Eine reeele Chancen haben nachgefrage „Nischenangebote“, wie z.B. ein Blumen- oder Gemüseladen am Rathausplatz, demnächst ein Angebot an Regionalprodukten oder Fanartikel des heimischen Handballvereins. Manche Ladenlokale sind so klein, dass sich lediglich eine Kundeberatung mit kleinem Angebot bzw. die Vermietung des Schaufensters anbietet, um auf ein größeres Angebot an anderer Stelle hinzuweisen.
Die Gemeinde hat mit Bernd-Martin Leonidas einen Mitarbeiter, der sich um ein Leerstandmanagement bemüht und bereits zahlreiche Gespräche mit den Eigentümenr und Vermietern geführt hat.
Die UWG strebt an, mit allen Beteiligten und Interessierten eine „Runden Tisch“ zu bilden, um die Situation gemeinsam zu erörtern und zu gemeinsamen, abgestimmten Ansätzen zur Verbesserung der Situation zu gelangen.
Ortskern – Regionale 2013
In vielen Sitzungen und über mehrere Jahre hinweg wurde die Umgestaltung und Aufwertung des Ortskerns von Schalksmühle im Rahmen der Fördermaßnahme „Regionale 2013“ beraten und beschlossen. Der Schnurrenplatz (der bald auch offiziell so heißen wird!) ist bereits fertig. Großzügie Parkflächen, Ladestationen für E-Autos (übrignes Ergebnis einer Anregung aus der UWG!), Stellplätze für Wohnmobile (auch eine UWG-Anregung!) sowie ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig sind fertig. In diesem Sommer findet im Rahmen der letzten Baumaßnahmen der Umbau der vorderen Bahnhofstraße statt (s. Plan). Mit dem Wegfall der „Rampe“ entsteht sowohl ein kleiner Platz (orange Fläche) als auch ein barrierefreier Übergang vom Schnurrenplatz in die Bahnhofstraße (gelber, geschwungener Weg).
Der kleine Platz lädt – bei entsprechendem gastronomischen Angebot – zukünftig zum Treffen und Verweilen ein.
Die nachfolgenden Bilder – entnommen den öffentlichen Präsentationen des Planungsbüros ASS – veranschaulichen, wie der Endzustand nach den Umbauten aussehen soll (zum Vergrößern auf die Bilder klicken).
Allerdings sind zwei Aspekte bisher noch nicht gelöst worden: die Zufahrt zum REWE-Markt und ein Aufzug vom „Busbahnhof“ auf die Marktebene.
Bei der Zufahrt, die sich ja auf privatem Grund und Boden befindet, lag es nicht am Willen von Politik und Verwaltung. Mehrfache Eigentümerwechsel des Komplexes, offene und anscheinend nicht befriedigend lösbare Fragen bei dem Mietvertrag zwischen Eigentümer und REWE und damit bei der Übernahme von Kosten ließen Wochen und Monate ins Land streichen, ohne einen Fortschritt zu erzielen. Dabei lagen die Umbaupläne schon vor, waren mit dem benachbarten Getränkemarkt abgestimmt und von der Politik gebilligt. Gleiches gilt für den eigentlich zugesagten Aufzug. Wie es hätte werden können, zeigen die nachfolgenden Bilder:
Unsere Position als UWG dazu ist:
Den Aufzug haben wir im Rahmen der Diskussionen vielen Bürgerinnen und Bürgern zugesagt. Wir finden, dass wir hier als Gemeinde und Politik im Wort stehen und dieses Projekt auf jeden Fall realisieren sollten. Darüber wird der neue Rat entscheiden. Die UWG setzt sich jedenfalls für den Aufzug ein.
Bei der Zufahrt sollten wir hartnäckig bleiben und weiterhin Eigentümer und REWE signalisieren, dass wir allein schon aus städtebaulichen Gründen, zur Verbesserung der Zufahrtsmöglichkeiten und auch zur Optimierung der Parksituation von dem Supermarkt an einer Umsetzung der Pläne zur Anbindung interessiert sind.
Aufenthaltsqualität
Was verbinden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, mit diesem Begriff? Schöne Parks und Grünflächen zum Verweilen? Ein schneller Internetzugang an allen Orten zu jeder Zeit? Ein breites Angebot an Geschäften zum Bummeln und Einkaufen? Die Sauberkeit und und eine gepflegte Erscheinung von öffentlichen Orten, von Straßen, von Vorgärten? Ein Gefühl der Sicherheit auch in der dunkleren Jahreszeit? Der Anblick von „Hinguckern“ statt öder, vielleicht sogar schmutziger oder durch Schmierereien verunstalteter Flächen, seien es Mauern, Wände, Fassaden, Buswartehäusen usw.? Oder doch noch etwas ganz anderes?
Jeder wird hier sicher seine eigene Prioritäten setzen wollen. Wir machen uns als UWG um alle angegenen Punkte Gedanken, haben in der Vergangenheit schon Einiges umgesetzt und für die Zukunft auch noch eine ganze Reihe von Ideen und Vorschlägen.
Parks und Grünflächen, Kreisel
Sie sind unbestritten ein Aushängeschild für Schalkmühle. Bei ihnen wird der Einsatz des Bauhofs auch offensichtlich und von vielen Auswärtigen auch immer wieder gelobt. Aber Schalksmühle hat auch viele Außenbeeiche, die gepflegt und sauber gehalten werden müssen. Die UWG hat bereits vor einigen Jahren beantragt, dass 60.000€ zusätzlich im Haushalt zur Verfügung stehen, um davon z.B. Firmen mit den Pflege-aufgaben zu beauftragen. Den Bauhof weiter personell aufzustocken, wie es andere Parteien vorschlagen, würde den Gemeindehaushalt dauerhaft belasten, obwohl bestimmte Arbeiten nur saisonal oder temporär anfallen. Außerdem setzen wir auf mehr Eigeninitiative und Eigenverantwortung unserer Bürgerinnen und Bürger, z.B. neben dem Gehweg auch mal das Unkraut am Straßenrand mit zu entfernen, gemeindliche Pflanzkübel bei Trockenheit auch mal mit Wasser mit zu versorgen oder gar eine Bepflanzung und deren Pflege zu übernehmen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Augen offen zu halten, nicht immer nach der Gemeindeverwaltung zu rufen, sondern selbst die Ärmel hochzukrempeln und aktiv zu werden. Ein solches bürgerschaftliches Engagement werden wir in der Zukunft noch stärker als bisher fördern und unterstützen.
Sauberkeit und Ordnung
Auch für uns – wie für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger – ist es ein Ärgernis, das manche Mitmenschen entweder gedankenlos, selbstherrlich oder sogar unverschämt dreist Müll am Straßenrand oder mal eben aus dem fahrenden Auto entsorgen, Zigarettenkippen oder Kaugummis achtlos dort zu Boden werfen, wo sie sich gerade befinden, „geselliges Beisammensein“/Partys an öffentlichen Orten feiern, aber leere Flaschen und anderen Restmüll der Allgemeinheit überlassen usw., usw. Zuletzt waren mal wieder Hundebesitzer im Fokus, die als Einzelne die große Mehrheit in Verruf bringen, weil „Ihr Hund“ sein Geschäft verrichten darf, wo er will, sie es aber nicht einsehen, die Hinterlassenschaft in einen Beutel zu packen und im nächsten Mülleimer ordnungsgemäß zu entsorgen. Dabei hat die Gemeinde gerade für diese Zielgruppe vermehrt Beutgelspender und Mülleimer aufgestellt. Für den Ortsteil Reeswinkel hat dies z.B. unser Fraktionsvorsitzender Klaus Nelius zusammen mit der Anwohnerin und Hundebesitzerin Heike Hermann initiiert, an anderen Stellen waren andere Ratsherren oder die Verwaltung selbst aktiv.
Wir finden:
WENN wir an einer Stelle mehr Personal einsetzen sollten, dann im Bereich des Ordnungsamtes, so dass mehr Kontrollen durchgeführt und ggf. mehr Ordnungsmaßnahmen vollstreckt werden können.Apropos Ordnung:
Bereits seit einigen Jahren ist – nicht nur in der dunklen Jahreszeit, aber dann besonders – auf Initiative der UWG – innerorts ein Ordnungsdienst, vor allem im Bereich des Rathaus- und Schnurrenplatzes, unterwegs. Auch wenn polizeiliche Statistiken für Schalksmühle keine besonders hohe Kriminalitätsrate feststellen, erhöht doch nach unserer Auffassung das Wissen um die Präsenz eines solchen Wachdienstes das Sicherheitsgefühl bei so mancher Bürgerin oder manchem Bürger, der in den Abendstunden im Ort unterwegs ist. Auf Drängen unserer Mitglieder im Arbeitskreis „Kriminalitätsbeobachtung“ und der Verwaltung soll die Präsenz der Politzei auch in den Außenbereichen erhöht werden. Ob das tatsächlich umgesetzt werden kann, hängt auch von den Vorgaben und Personalressourcen im Land NRW ab.
Schnelles Internet – Breitbandverkabelung
Für viele Firmen ist heute eine schnelle Internetverbindung existenziell wichtig, für viele Privalleute gehört es zum Grundbestandteil einer Wohn- und aufenthaltsqualität in einem Ort. Schalksmühle war hier lange Zeit ziemlich abgehängt, über mehr oder weniger schnelle DSL-Leitungen kam man nicht hinaus. 2014 beschloss die Landesregierung, ein großes Förderprogramm aufzulegen, um vor allem ländliche Regionen – und dazu gehört der Bereich Südwestfalen – mit einem schnellen Internet zu versorgen. Dazu ist technisch die Verlegung von Glasfaserkabeln erforderlich, um die notwendigen Datenraten transportieren zu können. Unsere Verwaltung war von Anfang an darum bemüht, dass der Märkische Kreis mit rund 150 Kommunen sich an diesem Förderprogramm beteiligt. Des Antrags, den eine andere Ratsfraktion dazu 2015 gestellt hat, hätte es nicht noch bedurft. In der Folgezeit ging es vor allem um die Frage – und damit verbunden um die Kosten – ob man sich lediglich mit einer Breitbandverlegung bis zu den Verteilerkästen – und damit einhergehend mit einer niedrigeren Bandbreits als maximal möglich – zufrieden geben wolle oder ob der Ausbau bis an den Hausanschluss – verbunden mit einen höheren Eigenanteil der Kommunen – zur Förderung beantragt werden sollte. Für die letztere Variante hatten sich ALLE Ratsfraktionen bereits frühzeitig ausgesprochen und der Verwaltung – in Person von Oliver Emmerichs – bei den Verhandlungen im Kreis den Rücken gestärkt. Nach einer Aufstockung der Fördermittel 2018 kam es dann zu einer Einigung auf die bestmögliche Lösung, 2019 erfolgte die Ausschreibung der Betreiber der künftigen Glasfasernetze und der erforderlichen Ausbauarbeiten. Inzwischen wird an vielen Stellen in Schalksmühle verlegt oder ist bereits verlegt worden. 2021/22 sollen die Haushalte angeschlossen werden. Die Kosten für das, was im Haus passiert, trägt natürlich der Hausbesitzer. Der Anschluss bis zum Haus ist für viele Haushalte in Schalksmühle kostenlos, aber nicht für alle. Es hängt leider davon ab, wo jemand wohnt und wer dort bereits ein Netz betreibt. Die Einzelheiten dazu können bei der Gemeindeverwaltung erfragt oder auf der Homepage der Gemeinde nachgelesen werden.
Es ist Verdienst der Verwaltung, dass diese Lösung erreicht wurde, nicht das der UWG und auch nicht das einer anderen Partei.
Im Wahlkampf zu behaupten, „ohne die XXX gäbe es in Schalksmühle kein schnelles Internet“ ist selbstgerecht und anmaßend. Die Leistung in Bezug auf die Information der Bürgerschaft erkennen wir neidlos an und sie bleibt unbestritten. Aber dabei sollte es dann aber auch der Ehrlichkeit halber bleiben.
Einkaufen und Bummeln
Zum Thema Einkaufen am Ort haben wir an anderer Stelle schon Einiges geschrieben. Festzuhalten bleibt: Es gibt eine ganze Reihe von Einzelhändlern im Ortskern, es gibt immer wieder neue „Start-Ups“, wie jetzt jüngst geschehen. Sie alle verdienen unsere Unterstützung, indem wir nicht nur ihre Anwesenheit am Ort begrüßen, sondern sie auch in unsere Einkaufsüberlegungen einbeziehen und als Kunden ihre Existenz sichern helfen. Hier ist nicht „die Politik“ gefragt, hier ist jeder von uns gefragt und hat es mit in der Hand, wie lebendig unser Ortskern ist und bleibt.
Eine besondere „Station“ von Aufenthaltsqualität war und ist eine Eisdiele in der Bahnhofsstraße. Wir alle hoffen, dass die Ein-und Beschränkungen durch die Corona-Krise bald gelockert werden können, so dass das Erlebnis von Sitzen und Klönen bei Cappuccino und Eis wieder möglich wird.
„Buntes Schalksmühle“ – Gestaltung von (öden, eintönigen) Wänden und FassadenWände und Fassaden, die einmal hell und freundlich erstrahlten, bieten nach einigen Jahren fehlender Pflege einen trüben und stimmungstötenden Kontrast zu ansonsten gepflegten Anlagen. Die Mauer an der Bergstraße (2005 – 2020) ist dafür nur ein Beispiel. Es finden sich zahlreiche Flächen, die ein ähnliches Schicksal erlitten haben. Daneben sind andere Flächen, z.B. an Buswartehäuschen, durch Schmierereien, die den Namen Grafitti nicht verdienen, verunstaltet. Auch zwar gestrichene, aber ansonsten langweilige Fassaden, wie z.B. an der Rückseite des REWE-Gebäudes zum Bahnhof, tragen mit ihrer Nicht-Gestaltung nicht gerade zu freundlichen und einladenden Verweilrahmen und Stimmungsaufheller bei.Dabei haben gerade Beispiele in der Vergangenheit gezeigt, dass schön, originell oder einfach nur lustig gestaltete Flächen über Jahre hinweg von Sprayern in Ruhe gelassen wurden und eine Bereicherung für den Ort waren. Das nebenstehende Bild zeigt das ehemalige Wartehäuschen an der Volmestraße, Haltestelle Klagebachpark, das damals beim Bau des Kreisels weichen musste.
Die UWG hat 2019 beantragt, Flächen, Wände und Fassaden im Rahmen einer Aktion „Buntes Schalksmühle“ zu gestalten.
Dieser Antrag ist bislang noch nicht verwirklicht worden. Zum Teil mangelte es an Ideen, zum Teil am Willen einiger Beteiligter, manchmal an Bedenken von Eigentümern oder Eigentümergemeinschaften.
Wir finden angesichts trostloser und unansehlicher Flächen einerseits und aufwändiger Neugestaltung des Ortskerns andererseits, dass die Umsetzung unseres Antrags in 2021 beginnen sollte, ganz nach dem UWG-Motto: nicht nur (zer-)reden, nicht nur von der Verwaltung fordern – MACHEN!
Als Erweiterung und neue Idee könnte z.B. die große Wandfläche, die im Rahmen des Umbaus in der Bahnhofstraße entsehen wird, als Projektionsfläche für wechselnde Lichtinstallationen dienen. Die Stadt Lüdenscheid hat ja in der Vergangenheit auf ihren „Lichtrouten“ gezeigt, was dabei möglich ist.
Waldaufforstung
Der Wald, den wir kannten, gibt es nicht mehr!
Jahrzehnte wenn nicht Jahrhunderte lang prägte eine Forstwirtschaft auf der Basis der Fichte unsere Wälder. Nadelwälder, wohin man schaute. Laub- oder Mischwälder waren da eher die Ausnahme. Das hat sich infolge mehrerer trockener Jahre und des explosionsartigen Befalls durch den Borkenkäfer in den letzten 5 Jahren drastisch verändert. Die Fichtenwälder sind tot und werden massenhaft geschlagen, um die Käferplage einzudämmen. Entstanden sind riesige Holzhaufen, die mangels Abnahme im Inland nach Asien verschickt werden, wobei die erzielten Preise manchmal nicht einmal die Kosten für das Fällen und den Abtransport aus den Wäldern decken.
Wir werden uns als UWG für ein wohl überlegtes, nachhaltiges und ökologisches Aufforstungsprogramm in den gemeindlichen Wäldern einsetzen und uns dabei fachkundig beraten lassen.
Wir sehen aber auch die Möglichkeit, gerade jetzt auf den Brachflächen in Autobahnnähe Vorrangzonen für Windkraftanlagen zu errichten.
Die Anlagenhöhe könnte vermutlich geringer ausfallen als am Wortberg geplant, es könnten Modelle der Bürgerbeteiligung umgesetzt werden, die es gerade den Wald- und Forstbesitzern ermöglichen würde, ihre Verluste wenigstens etwas auszugleichen und „normale“ Bürger an den Gewinnen solcher Anlagen teilhaben ließe. Es wäre aus unserer Sicht sehr zu wünschen, wenn die eingeleitete Untersuchung des Gemeindegebietes auf Vorrangzonen für Windkraftanlagen uns in dieser Hinsicht Möglichkeiten eröffnete.
Bilder eines Spaziergangs rund um den Radarturm verdeutlichen das Ausmaß der Veränderung. Sie stehen beispielhaft für ganz viele Regionen, in denen der Borkenkäfer sein für die Bäume tödliches Werk vollzogen hat.
Arbeit und Gewerbe
Auch wenn „Pendeln zur Arbeitsstelle“ heutzutage Normalität ist – Schalksmühle bietet eine breite Palette von Arbeitsplätzen und Berufsfeldern in zahlreichen Klein- und mittelständischen Betrieben, so dass das Pendeln in weiter entfernte Orte für viele Schalksmühlerinnen und Schalksmühler nicht nötig ist. Eine ganze Reihe familiengeführter Unternehmen sind nicht nur zum Teil Weltmarktführer mit ihren Produkten, sie sind auch persönlich mit „Ihrer“ Gemeinde verbunden. Das ist ein wertvoller Stabilitätsfaktor für den Standort Schalksmühle. Dort, von Unternehmen vor Ort nur Standorte im Rahmen eines Konzernverbunds sind, muss man immer mit Standortverlagerungen oder Schließungen eines Standorts rechnen. Vor Ort bleiben dann oft nur Leerstände und Industriebrachen. Sie sind meist schwer zu vermarkten und nur mit erheblichem Kostenaufwand einem anderen Zweck zuzuführen.
Ziel einer „Politik vor Ort“ muss es sein, durch eine verlässliche Finanz- und Steuerpolitik sowie ein vorausschauendes Flächenmanagement die Rahmenbedingungen zu schaffen, dass der Standort Schalksmühle – insbesondere für die heimischen Betriebe! – akttraktiv bleibt und unternehmerische Entscheidungen auch langfristig planbar sind.
Damit sichert Politik vor Ort nicht nur die finanzielle Grundlage der Gemeinde, die ganz wesentlich von den Gewerbesteuererträgen abhängt, sie sichert so auch Arbeitsplätze vor Ort, von denen wiederum u.a. die Einzelhändler und zahlreiche andere Gewerbetreibende abhängen.
Thema Finanzen:
Die UWG steht seit ihrer Gründung vor 50 Jahren für eine verlässliche, vorausschauende und sparsame Finanzpolitik. Sie betrachtet Steuererhöhungen stets nur als das letzte Mittel, um Haushaltsdefizite zu vermeiden, wenn Rücklagen dafür nicht mehr ausreichen. Die UWG steht auch zu ihrem Wort, Steuererhöhungen wieder zurückzunehmen, wenn die finanzielle und wirtschaftliche Situation dies ermöglicht.
Mit der Schaffung der Gewerbegebiete Rasmloh I und II sowie Heedfeld Süd, hat die UWG gerade den heimischen Betrieben den notwendigen Raum geschaffen, sich weiter zu entwickeln und zu wachsen. Dabei sind wir inzwischen vollständig abhängig von der Politik im Land und der Bezirksregierung als Ausführungsorgan, die mit dem Landesentwicklungplan den Städten und Kommunen vorgeben, wo Gewerbe- Industrie- und Wohnflächen ausgewiesen werden dürfen. Gegen diese Vorgaben andere, eigene Überlegungen und Vorstellungen zu setzen, ist praktisch unmöglich. Das haben wir im Rahmen der Ausweisung von „Heedfeld-Süd“ erfahren müssen, das wir gern als neuen Ansatz in der Nähe der Autobahn statt dicht bei der vorhandenen Wohnbebauung vewirklicht hätten.
Das Korsett dieser Vorgaben wird auch bei dem nächsten Gewerbegebiet unsere Spielräume einengen, das ist uns bereits jetzt bekannt. Wir haben die Möglichkeit erhalten, kurzfristig (d.h., innerhalb der nächsten 2-3 Jahre statt frühenstens in 10-12 Jahren!) ein bereits bestehendes Gewerbegebiet so zu erweitern, dass wir zumindest den heimischen Betrieben Flächen für vielleicht notwendige Betriebserweiterungen oder -verlagerungen zur Verfügung stellen zu können. Die UWG hat dem Bürgermeister ihre Bereitschaft signalisiert, diese Option mit zu tragen und ihm Rückendeckung bei den Verhandlungen zum Erwerb der erforderlichen Flächen zugesichert. Diese Verhandlungen haben bereits begonnen. Aus Gründen der Vertraulichkeit solcher Verhandlungen nehmen wir dazu nicht weiter Stellung. Aus der Verantwortung gegenüber in der Vergangenheit gegebener Zusagen legen wir uns allerdings fest:
Thema Gewerbeflächen:
- Die UWG befürwortet die Realisierung neuer Gewerbeflächen im engen Rahmen des Landesentwicklungsplans und den daraus der Gemeinde eröffneten Möglichkeiten, da ansonsten den heimischen Betrieben keine Möglichkeiten zur Erweiterung oder Verlagerung ihrer Firmen am Ort angeboten werden kann.
- Die UWG fordert bei der Umsetzung den Erhalt von intaktem Mischwald und den bestmöglichen Immissionsschutz (z.B. Lärm, Licht, Geruchsstoffe, Lieferverkehr etc.) für Bewohner umliegender Wohn- und Siedlungsgebiete.
Ein weiterer, wesentlicher Standortfaktor ist die Digitalisierung bzw. die Möglichkeit dazu. Deutschland als Ganzes hat auf diesem Feld leider in der Vergangenheit geschlafen und notwendige Schritte und Investitionen später als andere Nationen und Länder auf den Weg gebracht. Das betrifft vor allem unsere Region Südwestfalen, die erst jetzt, nachdem millionenschwere Förderprogramme aufgelegt wurden und langwierige und schwierige Verhandlungen zwischen 150 beteiligten Kommunen erfolgreich abgeschlossen wrrden konnten, sich auf den Weg macht, das „schnelle Internet“ in Form einer Breitbandversorgung umzusetzen. Manche Betriebe profitieren jetzt schon davon, andere müssen noch warten. Auch sind die Kosten für manche Unternehmen durchaus ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Auf die Umsetzung des Ausbaus hat Politik vor Ort keinen Einfluss. Die Arbeiten mussten europaweit ausgeschrieben werden und werden nun gemäß den Vorgaben der Ausschreibungen umgesetzt.
Thema „schnelles Internet“ – Breitbandausbau
Alle Fraktionen im Rat haben sich dafür eingesetzt, dass der Breitbandausbau so schnell wie möglich realisiert werden soll. Alle Frationen haben ferner die Verwaltung bei den Verhandlungen den Rücken gestärkt, dass für Privathaushalte ein kostenloser Ausbau bis an das Haus erfolgt. Alle Fraktionen waren bereit, gegebenenfalls die Mehrkosten über den Gemeindehaushalt abzudecken, falls die anderen Kommunen in dieser Frage nicht mitgezogen hätten. Es ist das Verdienst der Verwaltung in Person von Oliver Emmerichs und unserem Bürgermeister Jörg Schönenberg, dass am Ende doch noch alle Kommunen in einem Boot sind und dem zugestimmt haben, für den genannten Ausbau bis zum Haus ihren Eigenanteil zu erbringen.
Das Verdienst einer anderen Ratsfraktion um die Information der Bürgerinnen und Bürger über die Thematik, die Möglichkeiten und Fristen zur Antragsstellung, ist unbestritten und soll auch anerkannt werden. Ihre Behauptung, ohne sie gäbe es keinen Breitbandausbau in Schalksmühle, ist dann allerdings doch – wahlkampfbedingt?! – überzogen und falsch, vor allem aber mit Blick auf den Einsatz und die Leistung der Verwaltung anmaßend und herabsetzend.

